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Mein Testbericht zur Frenzy 2011
16.11.2010, 16:47
Beitrag #1
Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Letzte Woche bekam ich endlich den schon lang ersehnten Kite. Es war zwei Tage Südwind angesagt. Also machte ich mich auf Richtung Berge.

Zwei Tage konnte ich die neue Frenzy 2011 testen und einen ersten Eindruck gewinnen. Getestet habe ich die Frenzy in 11m2. Für die Schweizer Berge eine sehr gute Wahl was die Grösse betrifft, bei einer Ein- oder Zweikitelösung kombiniert mit einer 6er. Ich bin 67 kg schwer. Für 90 kg würde ich die 13er empfehlen. Wer den Zaster hat, kann eine 13er, 9er mit einer 6er Access kombinieren.

Verarbeitung

Die Frenzy ist wie gewohnt sehr gut verarbeitet. Dazu lässt nur Positives berichten. Ich konnte ohne spezielles Setup den Kite einfach an die Leinen hängen und starten.

[Bild: 76621_1713823284447_1204113004_1911653_2844871_n.jpg]

Handling

Der Kite reagiert direkt auf Steuerbefehle. Man weiss immer wo und wie der Kite gerade steht.

[Bild: 148592_1713823724458_1204113004_1911656_7969591_n.jpg]

Die Barkräfte sind gering. Das bin von den Ozonekites gewohnt und schätze ich sehr, auch bei den Tubes im Sommer. Auch wenn man mehrere Tage unterwegs ist, hat man keine Tennisarme. Die Frenzy dreht genügend schnell. Vielleicht einen Tick schneller als die Frenzy 2010, aber das müsste man 1:1 testen, um eine genaue Aussage zu machen. Ich habe das Gefühl die neue Frenzy steht etwas stabiler in der Luft. Vor allem gedepowert scheint sie auf den ersten Blick stabiler. Letztes Jahr war ich zu 90% mit der 11er unterwegs. Als Backup und Sturmkite dient mir die 6er Access. Aber Sprünge und Segelaktionen habe ich lieber mehr Tuch oben an mir, so wird die Landung auch weich. Der Kite geht bei 2bft los und entwickelt bei 3bft genügend Kraft, um einem die Berge hochzuschrauben.

[Bild: 76824_1713824004465_1204113004_1911659_4488365_n.jpg]

Überpowert (5-6 bft) konnte ich die Frenzy noch kontrolliert halten. Aber die 9er wäre da sicher die bessere Wahl gewesen.

Relaunch

Bei normalem Wind lässt sich die Frenzy einfach direkt im Wind starten. Liegt sie mit der Front nach unten, zieht man einfach an einer der Steuerleinen und die Frenzy dreht sich um.

Relaunch bei wenig Wind im Hang:

Im Hang kann es schon mal sein, dass der Kite nach unten rutscht und nicht mehr schön da liegt. Ist die Frenzy mehr oder wenige in der Startposition (Lufteinlässe nach oben) fährt man den Berg hinunter und zieht etwas an der mittleren Leine und sie füllt sich mit Luft und startet. Dabei muss man die Safty im Augen behalten, greift man zu hoch, löst man aus Versehen aus (s. auch Safty).

Liegt sie mit den Öffnungen nach unten, zieht man beide Steuerleinen, fährt los, bis sie rückwärts startet, lässt eine Leine los, die Frenzy dreht sich, dann lässt man auch die andere Leine los und gut ist. Positiv fällt auf, dass sich der Kite in dieser Situation nicht mehr so schnell in den Schnee krallt, weil die Einlassventile mit einem Netz versehen sind (wie bei der Access letztes Jahr). Ich konnte mir also schon ein zwei mal das anstrengende Waten durch den Tiefschnee sparen.

Safety

Im Winter fahre ich ohne Leash, weil sie mich einfach stört, wenn ich Rotationen springe oder den Kite loope. Die Safty muss man dann aber oben in der Mitte auslösen. Wenn man ohne Leash unten auslöst, fliegt der Kite natürlich davon. Das ist etwas gewohnungsbedürftig, wenn man im Sommer immer unten beim Chickenloop auslöst. Und weil der Mensch bekanntlich ein Gewohnheitstier ist, empfehle ich mindestens für Anfängern immer mit Leash zu fahren. In einer Notsituation sollte man nicht mehr studieren müssen, wo man jetzt ziehen muss.

Die Safty ist aber keine Full-Depower-Safty! Bei plötzliche aufkommendem Wind über dem Einsatzbereich, hat die Frenzy noch immer einen Grundzug, auch wenn sie ausgelöst auf dem Schnee liegt. Das ist kein C4, den man einfach in die Safty schmeisst und er fällt ohne Zug locker vom Himmel. Oder wie bei einer Flysurfer Matte, die einfach wie ein Blatt auf den Boden schwebt. Aber dafür hat man nur drei Leinen. Ich habe lieber weniger Leinen, als eine Full-Depower-Safty.

Ein Wunsch an Ozone: Wieso macht ihr keine Push-Safty, wie sie andere Kitehersteller bereits anbieten? Das würde verhindern, dass man den Kite aus Versehen auslöst, wenn man mal in die Mitteleine greift, um den Schirm zu starten (siehe auch Relaunch) oder um den Kite in einer Rückwertsbewegung wieder aufzufangen.

Wichtig: Vor dem Start sollte man immer überprüfen, ob das rote Ding der Safty (sorry, mir fällt kein Begriff dafür ein) ganz über den Sicherheitsstift geschoben ist! Es kann sein, dass es sich beim Auspacken oder einfach mit der Zeit etwas nach unten bewegt (wieder ein Grund für eine Safty, welche auf Drücken auslöst).

Die Safty habe ich in diesen zwei Tagen nicht getestet, weil ich einfach nie auslösen musste. Aber nach meiner Einschätzung hat sich an der Safty nichts verändert im Vergleich zum letzten Jahr.

Vergleich zur letztjährigen Frenzy FYX 2010.

Die letztjährige Frenzy war einer der besten Kites, den ich in der Hand gehabt habe. Dieses Jahr wurde die Frenzy weder komplett neu erfunden noch ist sie ein Quantensprung in der Kiteentwicklung. Der grösste Fortschritt finde ich die Kammern mit dem Netz davor. Meine Befürchtung, dass sich der Kite schlechter im Wind füllt, haben sich nicht bewahrheitet. Die Frenzy dreht vielleicht etwas schneller und macht wie ihre Vorgängerin einen stabilen Eindruck in der Luft. Ob sich der Umstieg von der 2010er-Frenzy lohnt, sei dahingestellt. Auf jedenfall erhält man mit der Frenzy einen 1A Snowkite von bester Qualität und Zuverlässigkeit.

Gruss euer Sash

http://www.windfenster.ch/
Windinformationen Schweizer Spots auf einen Blick

[Bild: Kiter.gif]
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16.11.2010, 20:32
Beitrag #2
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Tönt gut .
Die Netze finde ich super sofern sie die Starts nicht beeinträchtigen. Habe letztes Jahr bei Schneetreiben öffters den Kite gefüllt bis er nicht mehr flog.
Das mit der Safety wünschte ich mir auch, das sie mit stossen statt ziehen auslöst. Habs sie schon manchmal ausgelöst aus versehen, das letzte mal beim Rennen als sie nach einem Klapper ein bisschen in die Leinen gegriffen habe. Hab dadurch ein paar Plätze verloren.

Lieber ne frische Brise in der Tüte,
als schlechte Luft zu Hause!
Gruess Adi Scherrer
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16.11.2010, 20:39
Beitrag #3
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Hallo Sash
Danke für deinen ausführlichen, gut geschriebenen Testbericht.

Habe 2 Ergänzungen, da ich ebenfalls die Frenzy 2011 in 11m2 & 7m2 hab.
E 1: Bei einer Zweitkite-Lösung je nach Gewicht (>80/90kg 13m2/9m2) / (<80kg 11m2/7m2) Frenzy 2011 nehmen. Meine Angaben sind unverbindliche Richtwerte.
E 2: Du schreibst von niedrigen Barkräften an deiner 11er. Dies ist nur in der Orignalstellung der Bremsleinen.

Mir persönlich gefiel es so nicht und hab die Leinen am 1. Knoten (von der Bar gesehen) befestigt. Bremsen dadurch rund 4cm kürzer.
==> Bedeutend mehr Bardruck, Kite dreht nochmals ein Tick enger&schneller, direkterer Kontakt zum Schirm --- Das ist die Einstellung wo ich persönlich liebe.
Jeder Kiter ist in dieser Hinsicht verschiedener Meinung und bin mir dessen bewusst.

[Bild: ozone_bar_2011_brakelines_shorting_option.png]

Gut Wind und bis bald
Thomas


[Bild: davos_klosters_graubuenden_web_003.gif]

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16.11.2010, 21:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.11.2010 21:18 von Oliver Büchi.)
Beitrag #4
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Sehr guter bericht Sacha von einem unabhängigen Rider. So ist es gut :-)
Noch kurz zur Erklärung der Bremsleinen:
Viele werden sich fragen, warum dieses jahr keine Trimmer mehr vorhanden sind, sondern das ganze über eine Knotenleiter gelöst ist. Das hat einen einfachen Grund: Die Kunstofftrimmer sind öfters mal zerbrochen. Das ist mir letztes Jahr 2 mal passiert und einmal bei einem C4. Daher nun die einfach Verstellmöglichkeit über die Knoten. Auch bei den neuen Tubekites wird dies so gelöst sein. Wenn man es einmal eingestellt hat, dann lässt man es ja auch immer so :-)

Euch allen viel Spass im Schnee

oli
@adi

Keine Ausreden da, du musst einfach mal einen Ticken schneller fahren ;-) Viel fehlt dir ja nicht mehr um ganz vorne mitzumischen :-)

Swiss Snowkitetour`09
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16.11.2010, 21:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.11.2010 21:25 von Sash.)
Beitrag #5
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Thomas: Das mit den Leinen werde ich bald mal ausprobieren. Danke für deine Ergänzung.
Eine Frage für das Verständnis. Die Bremsleine werden doch länger, wenn du am unteren Knopf von der Bar aus gesehen befestigst? Dann depowerst du den Kite eigentlich oder?

[Bild: Kiter.gif]
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16.11.2010, 21:30
Beitrag #6
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
@Sash: Ne, dann werden die Leinen logischerweise kürzer ;-) Ausser du has deinen Kite falsch angeknotet ;-)

Swiss Snowkitetour`09
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16.11.2010, 22:15
Beitrag #7
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Ich hab dazu ein Pic "zusammengeschustert" (Quelle : http://www.flyozone.com)
Bei der 13er & 11er macht Einstellung 1 Sinn...anstatt 2 (Original)
Für 9er & 7er kann die Orginaleinstellung die Richtige sein...muss man selber Testen um einen Vergleich zu haben.
Meine 7er flog ich bisher nicht und bleibt noch in Stellung 2.

Bis bald im Schnee
Thomas

[Bild: ozone_bar_2011_brakelines_shorting_option_detailed.png]

Gut Wind und bis bald
Thomas


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17.11.2010, 09:14
Beitrag #8
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
Alles klar, die ersten drei kleinen Bilder verwirren ein bisschen, weil man nicht genau sieht, welche Leine die Knöpfe hat. Schaut man sich die Sache am Kite an, ist es logisch.

Die Schaumstoffdinger kann man wohl auch gleich wegnehmen, wenn man den Knopf umstellt. Die stören nur beim Leinen aufrollen.

Die Bremsleinen würde ich aber nur bei wenig bis mittleren Wind verkürzen. Ist man eher überpowered unterwegs würde ich es auf original lassen.

[Bild: Kiter.gif]
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17.11.2010, 14:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.11.2010 15:07 von Unhooked.ch Team.)
Beitrag #9
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
@ Tom
Sash hat den 11er geflogen als ich mit der 6er Access fast wegflog, deshalb hat er die Backleinen wahrscheinlich nicht verkürzt... Zu seinem Vorteil meine ich ;-) vonwegen den Trimmer braucht es bei der Accewss nicht ;-) Die Affen wollten einfach sparen, meine Meinung... Dieses Jahr ist er zum Glück wieder dran!

@ Oli
Ein grosser Vorteil ist auch, dass man ein Leinengehädder jetzt praktisch zu 100 Prozent von der Bar aus lösen kann. Und hey du musst halt etwas Sorge tragen zu deinem Material, dann geht dir auch nicht alles kaputt ;-)

@ Adi
Für deinen Umagang mit den Kites hat es leider keine doppelten Nähte dieses Jahr ;-) Schaff dir mal den Samstag frei, will keine faulen Ausreden hören!

@ Sash
Ich meine, dass die Bar und Lenkkräfte nun etwas mehr sind als letzes Jahr, doch gerade deswegen fühlt man den Kite besser. Aus diesem Grund haben wir immer die gelbe Leine etwas verkürzt. Das brachte genau diesen Effekt.

Zur Frenzy:
Die Frenzys von verganenem Jahr und diesem sind zwar ähnlich, doch besonders in der Grudeinstellung merkt man einen Unterschied im Drehverhalten und der Rückmeldung des Kites. In diesem Frühling hatte ich einen 9er Proto und der hatte massiv mehr Dampf als die 2010er Frenzy im direkten Vergleich. Dieser fehlt mir dieses Jahr allerdings um das jetzt zu beurteilen. Besonders bei der 13er ist der Unterschied beim Drehverhalten zu letztem Jahr wirklich gross. Die 2011er Frenzy kann nun wirklich jeder einfach auspacken und das Ding fliegt auch ohne irgendwelche Trimmaktionen perfekt. Das war in den vergangenen Jahren für mich auf keinen Fall so! Die Backlines waren viel zu lang und der Kite hat meines Erachtens ohne Setup nicht direkt reagiert. Der 15er Manta und die 13er Frenzy waren ohne dieses Setup fast unfliegbar. Ein Fragezeichen stelle ich hinter die Querleine. Diese könnte dazu beitragen, dass sich der Kite bei einem Klapper schlechter wieder aus den Leinen lösst. Ich werde das testen...

Gruss
Ronny
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17.11.2010, 19:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.11.2010 19:14 von Sash.)
Beitrag #10
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
@Ronny: Spannend zu hören. Meine 11er 2010 Frenzy fliegt mit Standartsetup 1A. Ich nehme mal die 2011er und 2010er mit, dann können wir vergleichen. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn ich verkaufe die 2010er nächstens. Habt ihr alle 2010er verkauft? Ich brauche noch eine 9er Frenzy oder ne 8er Manta für die Luxusvariante Drei-Kite-Lösung.

[Bild: Kiter.gif]
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18.11.2010, 21:26
Beitrag #11
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
(17.11.2010 19:13)Sash schrieb:  @Ronny: Spannend zu hören. Meine 11er 2010 Frenzy fliegt mit Standartsetup 1A. Ich nehme mal die 2011er und 2010er mit, dann können wir vergleichen. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn ich verkaufe die 2010er nächstens. Habt ihr alle 2010er verkauft? Ich brauche noch eine 9er Frenzy oder ne 8er Manta für die Luxusvariante Drei-Kite-Lösung.

Nein immer gleich alles weg.. besonders 8er und 9er ist sehr beliebt, gleich wie die 11er :-) Schübi hätte noch was gehabt, doch das ist nun auch alles weg.

Gruss
Ronny
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12.01.2011, 13:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.01.2011 13:01 von Sash.)
Beitrag #12
RE: Mein Testbericht zur Frenzy 2011
So, nun hab ich die Frenzy 2010 und 2011 viele Tage im Vergleich erlebt.

Meine Freundin lernt Snowkiten und hat beide Schirme in 11m2 geflogen. Sie kam von Anfang an sehr gut mit dem "grossen" 11er zurecht. Sie bevorzugt die neue Frenzy, weil der Restart einfacher ist. Der Kite bleibt eher mit Luft gefüllt, als die Frenzy 2011. Vor allem bei Rückwärtsstart braucht es weniger geschickt, um ihn wieder in die Startposition zu drehen.
Für Anfänger bietet die neue Frenzy diesen grossen Vorteil. Ihr Lieblingskite ist aber noch die 6er Access. Ich denke, dass wird sich noch ändern, bis sie zu Springen beginnt.

[Bild: Kiter.gif]
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